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Cityscape Hamburg : Hafencity mit Elbphilharmonie

Kein automatischer Alternativtext verfügbar.

Kaum hatte ich erneut einen Workshop bei Peter Fauland von Fauland Photography School  gebucht, zack, gab der Spiegel Hamburg die Titelseite. 🙂 Es gibt im Leben ja keine Zufälle …

Am 23. Juni 2017 war es dann endlich soweit. Tags zuvor hatte über Hamburg noch ein Unwetter getobt und die Bahnlinie Berlin-Hamburg wurde nicht bedient. Es war im Vorfeld also ein wenig spannend …

Ich war neugierig, wie die Elbphilharmonie, Anfang des Jahres nach rund zehnjähriger Bauzeit endlich offiziell eröffnet, wohl fertig aussehen würde. Hatte ich sie doch, damals noch in Bau befindlich, bereits 2013 von der Wasserseite unter strahlend blauem Sommerhimmel fotografieren können.

Nun, strahlend blauer Himmel wurde es nicht, aber wir sind auch nicht arg eingeregnet, also alles im grünen Bereich. 😉

Es wurde dennoch ein toller Tag. Mich fasziniert die Elbphilharmonie: keine rechten Winkel, überall Wellen, Reflektionen, Sichtachsen und ein wunderschöner Blick über Hamburg – meine Perle. 🙂 Die Herren Herzog & de Meuron haben sich da etwas ganz Einmaliges ausgedacht.

So, enjoy 🙂

P.S.: Auf dieser Giganto-Rolltreppe stehend, kann einem durchaus ein bisschen mulmig werden …

2013:

2017:

Lost Places : Villa Kellermann in Potsdam

Völlig albern: als ich von der Promotour von Fototouren Berlin erfuhr, hatte ich die Assoziation mit „Kellerman’s“ aus Dirty Dancing: „Ich habe eine Wassermelone getragen“. hehe

Spaß beiseite : am 20. August 2016 hatte ich also erneut Glück, an einer Promotour von Fototouren Berlin teilnehmen zu können. Die Lost Place Tour führte mich dieses Mal in die geheimnisvolle Villa Kellermann in Potsdam. Großartig am Heiligen See GENAU gegenüber des Marmorpalais im Potsdamer Neuen Garten gelegen. Ach, was ist doch das unmittelbare Umland Berlins ganz wunderbar.

Bezaubernd die Sichtachse auf das Marmorpalais in den Vormittagsstunden, das sanfte Plätschern von seichten Wellen: abschalten von einer etwas holprigen Woche,  fast ein bisschen italienisches Flair bei schwülwarmen Wetter genießen und mit meinem neuen  Lensbaby Composer pro mit Sweet 50 rumspielen und den Besucherströmen im Haus erstmal den Vortritt lassen. Zwinkerndes Smiley, als Emoticon ;)

Nachdem ich Variationen des Marmorpalais eingefangen hatte, versuchte ich der Stimmung im Haus nachzuspüren – manchmal stelle ich mir vor, dass vielleicht gerade eine Dame der gehobenen Kreise die imposante Treppe emporschreitet.  🙂 Wunderschöne Sichtachsen, Lichteinfälle und Ausblicke.

Ursprünglich war die Villa 1914 für den Zeremonienmeister W. von Hardt erbaut worden. Es folgten verschiedenste Besitzer in schicksalshafter Geschichte: So gehörte die Villa in der Weimarer Republik dem jüdischen Bankier Emil Wittenberg, der von den Nazis enteignet wurde. Dann war sie Domizil der Heeresleitung der Wehrmacht. Nach 1945 übernahm der Kulturbund die Villa, die bis 1989 ein öffentliches Kulturhaus blieb, ein  Treff von Intellektuellen und Künstlern. Darunter auch der Schriftsteller Bernhard Kellermann (1879-1951), der schließlich auch Namensgeber der in der sogenannten Berliner Vorstadt gelegenen Villa wurde.

Und jetzt? Die neuen Eigentümer möchten inkognito bleiben … wie war das noch gleich mit dem Genießen und Schweigen?!

Dieses Mal wurde die Fototour übrigens sogar in der Potsdamer Tagespresse erwähnt unter der Headline „Wer will noch mal, wer hat noch nicht?“

Enjoy 🙂

 

Lost Places: Wünsdorf Haus der Offiziere

Am 2. Juli unternahm ich erneut mit gut ausgestattetem Foto-Rucksack (2. Akku sollte nicht fehlen 😉 ) und Stativ eine Zeitreise in die Vergangenheit. Die Zeitreise führte mich vor die Tore der Stadt: nach Wünsdorf, dem heutigen  Ortsteil der Stadt Zossen im Landkreis Teltow-Fläming, in die „Verbotene Stadt“ zum „Haus der Offiziere“.

Von 1910 – 1994 befand sich hier ein Militärstützpunkt: über die Jahre hinweg unter den verschiedensten Flaggen (zu Kaiserszeiten, unter den Nazis und Sowjets) und mit unterschiedlichsten Funktionen (Militärstutzpunkt, Lazarett, Heeresportschule etc.).

Hat Wünsdorf heute ca. 6.500 Einwohner, so war die „Verbotende Stadt“ mit bis zu 60.000 russischstämmigen Bewohnern und Bewohnerinnen der größte europäische Militärstandort. Noch heute ist das eingezäunte Gebiet des „Hauses der Offiziere“ riesig. EINE Fototour (immerhin rund fünfeinhalb Stunden) reicht da definitiv nicht aus.

Ich habe mich gleich zu Anfang im Gebäudeteil, in dem der Theatersaal untergebracht ist, fotografisch festgebissen. Da doch mächtige Regengüsse auf das marode Dach prasselten (eigentlich recht heimelig), waren Außenaufnahmen auch nicht soooo angesagt. 😉 Das Hauptgebäude habe ich nur noch gegen Ende leicht touchiert. Wer weiß – vielleicht ein Grund, nochmals hinzufahren.

Erneut eine über Fototouren Berlin gebuchte Fototour, auf der ich sehr, sehr hilfreiche Tipps in Sachen manuelle Einstellungen erhalten habe und die ich die ganze Tour über gleich vesucht habe, anzuwenden, um die Atmosphäre einzufangen.

Enjoy 🙂

P.S.: Es ist eine reine Frage der Tagesform, ob ich mich bei den Lost Place pics für eine hellere / freundlichere oder dunklere / finstere Aufnahme-Variante entscheide …… manchmal kann ich mich auch gar nicht entscheiden. 😀

Lost Places : Heilstätten Hohenlychen

Erneut eine Lost Place Foto-Tour: man muss die Zeit nutzen, ehe diese Wahnsinns-Gebäude völlig verfallen sind oder luxussaniert werden.

Dieses Mal ging es am 19.Juni raus aus der Stadt Richtung Norden ins Brandenburgische: zu den Heilanstalten / Heilstätten Hohenlychen. Erneut ein sehr geschichtsträchtiger Gebäudekomplex verknüpft mit unendlich vielen menschlichen Schicksalen. Zunächst 1902 als Lungenheilstätte für Kinder (bis zu 500 Betten!) errichtet, nutzten die Nazis ihn als „Modeaufenthaltsort“. Der Schwerpunkt der Lungenheilstätte wurde erweitert auf Sport- und Arbeitsschäden sowie der Wiederherstellungschirurgie. Während des Krieges dienten die Gebäude als Kriegslazarett.

Unter der Leitung von Karl Gebhardt wurden grausame Menschenversuche mit Wundinfektionen an KZ-Häftlingen unternommen. Er wurde in den Nürnberger Prozessen angeklagt, wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zum Tode verurteilt und hingerichtet.

Nach dem Krieg nutzten die Sowjets die Gebäude ebenfalls als Lazarett, bis am 31. August 1993 das letzte sowjetische Kommando die Heilanstalten verließ und die sowjetische Besatzungsära beendete.

Das folgende Album zeigt mit dem Kaiserin Auguste Viktoria Sanatorium lediglich einen kleinen Ausschnitt des riesigen Areals. Ich hake keine Liste ab, um ALLES zu fotografieren. Ich versuche, die Atmosphähre aufzuspüren.

So – enjoy 😉

P.S.: Wieder hatte ich übrigens Glück und konnte hier an einer Promo-Aktion von Fototouren Berlin teilnehmen.

 

 

 

 

Lost Places : Sommerhotel Zehnpfund in Thale

„Ach, Luise, laß … das ist ein zu weites Feld“ –                                                      ob Theodor Fontane  diesen Satz dem Herrn von Briest wohl hier schon in den Mund gelegt hat? Auf der Veranda stehend, soll Fontane jedenfalls beim Anblick eines durch den Park schlendernden Paares die Idee für seine Effi Briest gekommen sein .

Am 4. Juni 2016 machte ich mich auf den Weg in den Harz nach Thale, zum ehemals größten Sommerhotel Deutschlands „Zehnpfund“. Ein gigantisches Haus, eröffnet 1863, in deren Gängen man sich schon mal verirren kann, mit wechselvoller Geschichte. Im Ersten Weltkrieg diente es als Lazarett, später waren ein Waisenhaus und Krankenkasse, dann das Rathaus und eine Bibliothek untergebracht.

Dieses wunderschöne, atmosphärische Haus sollte nach der Wende saniert werden. Hohe Kosten verhinderten das bisher. Jetzt sollen dort Wohnungen entstehen: nach dem Motto „Wohnen wie Fontane“, hm.

Kurz vor meiner Fototour wurde im Hotel Zehnpfund der zweite Teil der „Vergessen im Harz“-Trilogie in einer Premierenfeier gezeigt.  Der Film handelt von „Lost Places“ in der Harzregion, zu denen auch das „Sommerhotel Zehnpfund“ gehört.           https://www.youtube.com/watch?v=RsFYWW_8KSQ

Auf in die Zeitreise – enjoy 🙂

 

Lost Places : Neue Hakeburg in Kleinmachnow bei Berlin

Vorfreude auf den 23. Januar 2016: Ich hatte Glück und konnte bei der Promotion-Aktion von Fototouren Berlin dabei sein.

Was ich natürlich nicht ahnen konnte, dass es richtig, richtig kalt sein würde an diesem Tage. Als ich mich morgens auf den Weg Richtung Kleinmachnow machte, ausgestattet mit schwerem Fotorucksack mitsamt Stativ und „langen Männern“, fuhr ich mit der S-Bahn durch das verschneite Berlin. Mit einem heißen Tee einfach im kuschligen Bett sich nochmals umzudrehen, wäre wahrlich auch eine Alternative gewesen …… 😉

Aber es machte viel Spaß, diesen verlassenen Ort fotografisch zu erkunden. Auch wenn sich die Hände gegen Ende der fünfstündigen Fototour wie „gefühlte Minus 30 Grad“ kaum noch bewegen ließen. 🙂

Wirklich bedauerlich, dass die Neue Hakeburg nach wechselhafter Geschichte, einst Herrensitz, Ministerresidenz, Forschungsanstalt, SED-Parteischule Karl Marx, so langam aber sicher zu einer Ruine wird.

Hier gehts zur Fototour: Enjoy 🙂

P.S.: Fazit – kein Sonnenschein sollte einen nicht vom Fotografieren abhalten. 😉

 

 

Sommer im Herbst – Besuch der Stadt Brandenburg an der Havel (BUGA)

Am Tag der Deutschen Einheit waren Wetter und Licht so herrlich, dass ich beschloss zur BUGA in die Stadt Brandenburg zu fahren.

Das war ziemlich knapp, denn es war bereits das vorletzte Wochenende der Bundesgartenschau in der Havelregion. Und bisher hatte ich im Frühjahr nur Rathenow gesehen.

So mag, wer Lust dazu verspürt, dem Rundgang durch die Stadt an der Havel und über die BUGA folgen: es warten jede Menge Geschichte, Retro und natürlich Grünzeugs.

Enjoy!

 

Landpartie zum Ökodorf Brodowin im August 2014

Die Sicht eines Stadtmenschen auf jede Menge Getier, Gerät und wunderschöne Landschaft